Gewerbesteuer senken – Wachstum ermöglichen Meine Idee für den Eifelkreis
Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen unserer Kommunen. Sie fließt jedoch nur dann, wenn Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sind, investieren können und Arbeitsplätze schaffen. Der Eifelkreis hat eine sehr niedrige Arbeitslosenquote. Das zeigt: Die hier ansässigen Betriebe bringen nahezu alle Bürger in Arbeit.
Doch Arbeit allein reicht nicht aus, um nachhaltiges Wachstum zu erzeugen. Es braucht auch geeignete Flächen, zügige Bebauungspläne und schnelle Genehmigungsverfahren. Genau hier setzt meine Überlegung an.
Nach dem Gewerbesteuergesetz (§ 16 GewStG) und dem Kommunalrecht legt jede Gemeinde ihren Gewerbesteuerhebesatz selbst fest. Der Landrat und der Kreis haben keine rechtliche Befugnis, den Kommunen einen bestimmten Hebesatz vorzuschreiben oder zu diktieren.
Eine koordinierte Absenkung ist deshalb nur auf freiwilliger Basis möglich. Die Städte und Gemeinden müssten sich gemeinsam darauf verständigen und jede für sich in ihrem Rat einen entsprechenden Beschluss fassen.
Genau diesen Weg möchte ich gehen: das Gespräch suchen, parteiunabhängig, und prüfen, ob wir als Eifelkreis einen gemeinsamen, transparenten und rechtssicheren Weg finden.
Stellen wir uns vor, der Eifelkreis und die mitmachenden Kommunen vereinbaren frühzeitig:
Damit signalisieren wir klar und frühzeitig: Der Eifelkreis wird steuerlich attraktiver.
Interessierte Unternehmen können ihr Interesse schon vorher bekunden. Sobald klar ist, welche Betriebe sich konkret ansiedeln wollen, beginnt die gemeinsame Planung:
Nur wenn die Rechnung für die Kommunen positiv ausfällt, wird der Plan umgesetzt. Niemand soll benachteiligt werden – weder bestehende Betriebe noch die Kommunen selbst.
Ein erfolgreicher Ansatz könnte folgende positive Wirkungen entfalten:
In einem zweiten Schritt könnte – wiederum nach genauer Prüfung – ab etwa 2035 eine weitere moderate Absenkung auf 350 % erfolgen. Das würde den Unternehmen Planungssicherheit geben und Anreize schaffen, langfristig im Eifelkreis zu bleiben und zu investieren.
Dieses Modell funktioniert nur, wenn die Städte und Gemeinden mitziehen. Deshalb betone ich ausdrücklich: Hier spielen Parteifarben keine Rolle. Es geht um den Eifelkreis als Ganzes. Um gemeinsame Stärke statt Einzelkämpfertum.
Ich bin bereit, dieses Gespräch zu führen und einen solchen Weg zu prüfen – transparent, ehrlich und mit klarem Blick auf Kosten und Nutzen. Rechtlich ist es möglich. Politisch braucht es den Willen der Kommunen.
Denn eines ist klar: Nur wenn Unternehmen hier gute Bedingungen vorfinden, können sie wachsen, Arbeitsplätze sichern und die Kommunen finanziell stärken. Und nur dann kann langfristig auch die Belastung der Bürger durch die Kreisumlage sinken.
