Peter Einert

Die Person hinter dem Namen der für den Landratsposten im Eifelkreis Bitburg-Prüm kandidiert.

Ich bin Peter Einert, 46 Jahre Alt, in meiner frühen Kindheit bei meiner Mutter aufgewachsen. Nach Zerwürfnissen zwischen meinen Eltern kam ich zu Beginn der Grundschulzeit zu meinem Vater. Bei ihm bin ich aufgewachsen. Heute ist mein Vater 86 Jahre alt und wir wohnen zusammen in Kesfeld.

Mein Vater arbeitete damals als Hausmeister in einem Alten- und Pflegeheim. Wir hatten dort eine Hausmeisterwohnung, in der ich groß geworden bin. Diese Zeit habe ich als Kind geliebt. Auf einen Schlag hatte man hundert Omas und Opas. Man kannte jeden Bewohner und jeder Bewohner kannte einen. Wenn ich älter wurde, bin ich zu den Bewohnern zum Spielen gegangen, habe an Ausflügen teilgenommen und auf Straßenfesten sogar mit einem Leierkasten Spenden gesammelt. Ob die Leute gespendet haben, weil sie die Arbeit des Heimes unterstützen wollten oder weil sie wollten, dass ich endlich aufhöre zu leiern – das ist mir bis heute nicht ganz klar.

In meiner Kindheit gab es noch überall Felder und freie Flächen. Über diese Flächen zog regelmäßig eine Wanderschäferei. Als neugieriges Kind bin ich natürlich hingegangen und habe mit dem Schäfer gesprochen. Irgendwann entstand daraus eine Freundschaft und ein Hobby, das mein ganzes Leben geprägt hat. Ich habe sehr früh angefangen zu arbeiten. Der Schäfer hatte zwei Herden – eine im Leverkusener Raum und eine in Köln-Poll, in einer alten belgischen Kaserne. Die Poller Wiesen am Rhein, dort wo heute die Kölner Lichter stattfinden, dienten als weitere Weideflächen. Ich habe in diesen Jahren viel über Landwirtschaft und Tierhaltung gelernt. Vor allem habe ich Disziplin gelernt und verstanden, dass man mit Tieren nie wirklich frei hat. Ich habe Traktor fahren gelernt, Heu gemacht und alle Aufgaben kennengelernt, die zur Landwirtschaft gehören. Ich weiß noch genau, wie kalt es war, wenn wir im Winter im Oberbergischen (Wermelskirchen/Gummersbach) die Schafe gehütet haben. In dieser Zeit ist auch meine Liebe zu Hütehunden und zu Hunden allgemein entstanden. Bis heute darf ein Hund in meinem Haushalt nicht fehlen.

Als meine Schulzeit mit 16 Jahren endete, stand die Frage nach einer Ausbildung im Raum. Ich habe ernsthaft überlegt, ob die Tierwirtschaft mein Beruf werden sollte. Nach langen Gesprächen mit dem Schäfer, bei dem ich jahrelang mitgearbeitet hatte, wurde klar: Ohne elterlichen Betrieb, den man übernehmen kann, und angesichts rückläufiger Preise für Wolle und Felle war das kein zukunftssicherer Weg. Deshalb habe ich nach der Schule zunächst ein Praktikum in dem Altenheim gemacht, in dem ich aufgewachsen bin. Ein Jahr lang habe ich Glühbirnen gewechselt, Scharniere eingestellt und kleine Reparaturen erledigt. Irgendwann fragte mich der Küchenchef, ob ich nicht Koch lernen wolle. Ich wollte unbedingt eine Ausbildung machen und habe zugesagt. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass dieser Beruf nicht der richtige für mich war. Kurz vor meinem 18. Geburtstag habe ich die Ausbildung beendet.

Dann bin ich zur Bundeswehr gegangen. Ich habe mich selbstständig beim Kreiswehrersatzamt in Köln gemeldet, wurde als T2 eingestuft und habe mit 18 Jahren meinen Grundwehrdienst angetreten. Ich kam zur Luftwaffe. Die Grundausbildung absolvierte ich in den Niederlanden, danach wurde ich auf dem NATO-Luftwaffenstützpunkt Nörvenich beim Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ eingesetzt. Ich war in einem Wachbataillon und für die Sicherung bei Flugzeugabstürzen, den Schutz der Kasernen und die Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig. Ich habe damals überlegt, mich länger zu verpflichten. Doch Rückkehrer aus dem Kosovo-Krieg haben uns eindrücklich von den dortigen Verhältnissen berichtet und dringend abgeraten. Das hat Zweifel geweckt. Nach 18 Monaten bin ich aus der Bundeswehr ausgeschieden.

Danach stand ich wieder ohne abgeschlossene Ausbildung da, hatte aber eine eigene Wohnung und musste mein Leben finanzieren. Ich habe damals noch in Zeitungen nach Stellen gesucht und bin bei einem Sicherheitsdienst in Leverkusen untergekommen. Mit meiner Erfahrung aus der Bundeswehr als stellvertretender Wachhabender wurde ich schnell übernommen und habe im Nachtdienst Einsätze, Mitarbeiter und Interventionen geleitet. Einige Jahre später führte der Staat eine IHK-Fachprüfung für den Sicherheitsbereich ein. Die Ausbildung war teuer und mein damaliger Arbeitgeber übernahm die Kosten nicht für alle. Deshalb bin ich aus dem Sicherheitsbereich zunächst ausgeschieden.

Wieder stand ich ohne feste Perspektive da. Eine klassische Ausbildung kam wegen des geringen Ausbildungsgehalts nicht mehr in Frage – ich musste meine laufenden Kosten decken und wollte nicht auf Unterstützung angewiesen sein. Ich habe dann gut drei Jahre bei einem namhaften Bestattungsunternehmen in Leverkusen gearbeitet. Durch meine Kindheit im Altenheim war mir der Umgang mit dem Tod nicht fremd. Als der Betrieb altersbedingt verkauft wurde und die neuen Eigentümer eigenes Personal mitbrachten, war diese Stelle beendet.

Über eine Stellenanzeige im Internet bin ich dann zur Luftsicherheit am Flughafen Düsseldorf gekommen. Die Agentur für Arbeit förderte die notwendige Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft. Ich habe die Ausbildung absolviert, die IHK-Prüfung abgelegt und weitere Prüfungen vor der Bezirksregierung Düsseldorf bestanden. Auch eine umfangreiche Sicherheitsüberprüfung war Teil davon. Nach gut zwei Jahren endete der befristete Vertrag – aber ich hatte die Qualifikation in der Tasche.

Kurz darauf half ich einer Bekannten in einem Hotel aus. Der Geschäftsführer, ein Afghane und ein sehr anständiger Mensch, baute damals eine Hotelkette auf und fragte mich, ob ich die Standards der neuen Häuser vereinheitlichen wolle. Ich wurde vom Rezeptionsmitarbeiter zum Bereichsleiter und eröffnete Hotels in Köln, Hamburg, Berlin und Braunschweig. Die Arbeit machte mir Spaß, aber die ständige Abwesenheit von zu Hause – oft vier bis sechs Wochen am Stück – ging auf Dauer an die Substanz. Nach zwei Jahren habe ich auf eigenen Wunsch aufgehört.

Ich zog zurück nach Leverkusen und arbeitete erneut in der Werksicherheit, diesmal bei Nachunternehmen der Bayer AG. Nach fünf Jahren Berufserfahrung konnte ich die Ausbildungsprüfung nachholen und den Meisterlehrgang beginnen. Während dieser Zeit bin ich nach Rheinland-Pfalz gezogen. Den ersten Teil der Meisterprüfung habe ich noch in Köln abgelegt.

In Rheinland-Pfalz habe ich zunächst wieder in der Sicherheit gearbeitet, diesmal für ein amerikanisches Unternehmen in Prüm. Die Tätigkeit war jedoch reine Kontrollarbeit und lag deutlich unter meiner Qualifikation und dem bisherigen Gehaltsniveau. Nach etwa drei Monaten habe ich mich neu orientiert und bin auf einen rollenden Supermarkt gewechselt. Zwei Jahre lang habe ich die Eifel und den Hunsrück kennengelernt und am Ende eine feste Tour im Raum Arzfeld und Trier gefahren. Als Corona kam und die Preise stark stiegen, ging der Umsatz und damit auch mein Provisionsgehalt zurück.

Über eine Nachbarin erfuhr ich, dass eine Busfirma in Niederprüm Fahrer ausbildet – mit vollem Gehalt und unbefristetem Vertrag. Ich habe mich beworben, die Führerscheinklassen D1 und D gemacht und arbeite bis heute als Busfahrer. Auch wenn ich die Meisterschule nicht zu Ende gebracht habe, bereue ich den Weg nach Rheinland-Pfalz und den Beruf als Busfahrer nicht. Ich mag die Menschen hier, ihre offene Art und dass sie einem ins Gesicht sagen, was sie denken. Mit den meisten komme ich sehr gut zurecht – unabhängig davon, woher sie stammen.

Was ich nicht akzeptiere, ist die Haltung mancher Menschen, die hierherkommen und erwarten, ohne eigene Leistung ein gutes Leben geführt zu bekommen. Ich selbst habe in meinem Leben immer gearbeitet und wollte nie auf Unterstützung angewiesen sein. Genau deshalb fühle ich mich in der AfD zu Hause. Es geht nicht um Ablehnung von Menschen anderer Herkunft. Meine beste Freundin ist dunkelhäutig, ein enger Freund ist Araber. Ich habe kein Problem mit Menschen, die sich anpassen, arbeiten und Steuern zahlen. Ich habe ein Problem mit denen, die sich auf Kosten anderer ausruhen – egal welcher Herkunft.

Deshalb kandidiere ich offen für die AfD und mit der Partei. Nicht aus Extremismus, sondern aus einem ganz normalen, klaren Verständnis von Leistung, Verantwortung und Fairness. Genau aus diesem Grund gehe ich in den Wahlkampf mit dem Slogan:

Einer(t) von Euch.

Weil ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre – genau wie Ihr.

Danke, dass Sie/Ihr bis hierher gelesen haben.

Peter Einert