Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung im Eifelkreis

Der Eifelkreis hat in den vergangenen Jahren bereits wichtige Schritte für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung unternommen. Dazu gehören die Teilhabeplanung, das Budget für Arbeit, mit dem bereits zahlreiche Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten, sowie der Ratgeber „Mittendrin“, der konkrete Wege in Ausbildung und Beruf aufzeigt. Auch die Arbeit des kommunalen Behindertenbeauftragten ist hier hervorzuheben.

Diese Ansätze sind richtig und wertvoll. Dennoch bleibt in einem Flächenkreis wie dem Eifelkreis noch einiges zu tun, damit Teilhabe im Alltag wirklich spürbar wird.

Was bereits gut läuft

  • Die Förderung der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt über das Budget für Arbeit
  • Bestehende Beratungsangebote und die enge Zusammenarbeit mit Werkstätten und Trägern
  • Die Erstellung einer Teilhabeplanung als Grundlage für weiteres Handeln

Diese Grundlagen müssen fortgeführt und konsequent weiterentwickelt werden.

Wo noch klarer Handlungsbedarf besteht

Gerade im ländlichen Raum zeigen sich die Herausforderungen besonders deutlich:

  • Viele Bushaltestellen sind nicht barrierefrei und für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator kaum nutzbar.
  • Der Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zu Behördenterminen ist ohne eigenes Auto oft sehr schwierig.
  • Barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum ist knapp.
  • Die Erreichbarkeit von Ärzten, Therapien und Alltagsangeboten ist in den kleineren Orten eingeschränkt.

Zur konkreten Situation im öffentlichen Nahverkehr und zu meinen Vorschlägen für barrierefreie Haltestellen und bessere Erreichbarkeit verweise ich auf den Bereich ÖPNV.

Meine Ziele für mehr Teilhabe

1. Barrierefreie Mobilität stärken Haltestellen müssen schrittweise so umgebaut werden, dass sie für Menschen mit Beeinträchtigung tatsächlich nutzbar sind. Gleichzeitig brauche ich eine bessere Verzahnung von Bus, Rufbus und individuellen Fahrdiensten.

2. Arbeit und Beschäftigung weiterentwickeln Das Budget für Arbeit und ähnliche Instrumente sollen ausgebaut werden. Ziel ist es, noch mehr Menschen den Übergang von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Arbeitgeber bei der Einstellung zu unterstützen.

3. Wohnen ohne Barrieren Barrierefreier und barrierearmer Wohnraum muss gezielt gefördert werden – dezentral und in bestehenden Ortschaften, nicht in großen, isolierten Anlagen.

4. Beratung und Unterstützung vor Ort Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung und die Arbeit des Behindertenbeauftragten sollen gestärkt und besser sichtbar gemacht werden. Kurze Wege und unkomplizierte Hilfe sind entscheidend.

5. Teilhabeplanung fortführen Die bestehende Teilhabeplanung des Kreises muss regelmäßig überprüft und mit konkreten Maßnahmen hinterlegt werden. Betroffene und ihre Verbände sollen dabei weiterhin einbezogen werden.

Mein Anspruch

Teilhabe bedeutet nicht nur, dass Angebote existieren. Sie bedeutet, dass Menschen mit Beeinträchtigung im Eifelkreis selbstbestimmt leben, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – ohne unnötige Hürden.

Ich will die bereits vorhandenen Ansätze des Kreises fortführen und dort nachbessern, wo der Alltag noch immer von Barrieren geprägt ist. Das gilt besonders für Mobilität, Wohnen und Arbeit.